Wieso, weshalb, warum?

wieso weshalb warum - was treibt mich an?

Manche Fragen sind klar zu beantworten – glasklar sozusagen. Darüber denke ich nicht nach – gar nicht, kein bisschen. Weil die Antworten in mir drin sind. Ganz tief und schon immer da. Intuitiv also. Doch was passiert, wenn ich doch darüber nachdenke – einfach weil ich danach gefragt werde?

Wieso tust du das? Weshalb ist dir genau das so wichtig? Warum ist das dein Weg? Wahrscheinlich könnte ich diese Fragereihe so weiterführen . Wahrscheinlich endlos. Denn wenn einmal mit einer Frage begonnen wurde, wenn ich einmal angefangen habe über eine Antwort nachzudenken, kommen immer mehr dazu. Der erste Anstoß, die erste Frage war ganz simpel. Beim Feiern, mit einem Glas Sekt in der Hand und mit lauter Musik im Ohr…

wieso weshalb warum - was treibt mich an?

Was treibt dich an? Wow. Gute Frage – wirklich gute Frage. Und die Antwort ist da. In mir drin. Schon immer. Aber wie antworten, wenn die Antwort ein Gefühl ist – wenn ich sie so selten in Worte gepackt habe. Und was, wenn ich das vielleicht auch überhaupt nicht will. Was passiert, wenn ich ausspreche was mich antreibt, warum ich tue was ich tue, weshalb mir bestimmte Dinge wichtig sind und andere kein bisschen. Und plötzlich war ich ein wenig unsicher was ich antworten sollte.

Ich habe dann ein bisschen was erzählt, nicht zu viel und nicht zu wenig, weil ich gleichzeitig ins grübeln gekommen bin. Zum einen darüber, mit wem ich so etwas persönliches teilen möchte, aber auch darüber, was denn nun wirklich die Antwort auf die Frage ist. Nicht nur das – ich weiß genau was mich antreibt, mir ist aber aufgefallen, dass sich der Weg dort hin vielleicht über die letzte Zeit geändert haben könnte.

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Was mich antreibt ist mir klar. Ich möchte zufrieden sein mit mir und meinem Leben. Ganz wichtig: Ich möchte und werde mich niemals mit etwas zufrieden geben was ich nicht will. Das ist es nicht. Zufrieden sein ist es – NICHT zufrieden geben. Es ist das Gefühl, angekommen und glücklich zu sein, geliebt zu werden und das Gefühl das gleiche zurück geben zu können. Das Gefühl, das machen zu können was ich will und das Leben führen zu können, das mich erfüllt.

Angekommen zu sein bedeutet für mich, mich fallen lassen zu können. Von Menschen umgeben zu sein, die mich akzeptieren, bei denen ich mich so geben kann wie ich nun mal bin, ohne befürchten zu müssen, dass sie mich nicht mehr mögen könnten, wenn ich etwas sage, was vielleicht nicht so schlau ist oder nicht der allgemeinen Meinung entspricht. Wenn ich mich nicht verstellen muss, nicht aufpassen muss was ich sage, dann bin ich angekommen. Wenn auch ohne Worte alles gesagt werden kann und die Verbindung zwischen uns so stark ist, dass sie sichtbar wird.

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Mit glücklich meine ich eine Grundstimmung, eine Grundhaltung. Mein Glas ist immer halb voll. Immer. Und daran wird sich nichts ändern. Ich entscheide mich aktiv dafür glücklich zu sein. So oft es geht. Sicher gibt es auch bei mir Tage, an denen mir diese Entscheidung nicht so leicht fällt, aber auch in diesen Momenten versuche ich es zumindest. Sodass aus total doof immerhin noch okay wird. (Außerdem habe ich ein paar kleine Tricks, wie ich das mache, darüber habe ich hier schon mal geschrieben.)

Das Gefühl geliebt zu werden bezieht sich sicher in erster Linie auf meinen Mann, meine Familie, meine besten Freunde, aber eben auch genau so auf mich selber. Ich liebe mich. Nicht weil ich egozentrisch oder selbstverliebt bin, sondern weil ich mir Dinge verzeihen kann, weil ich zu mir stehe, mich wichtig nehme und mich um mich selber kümmere. Dazu gehört auch, dass ich meine Wünsche, meine Gefühle genauso wichtig nehme und toleriere wie die der anderen Menschen. Ich bin fest davon überzeigt, dass diese Selbstwahrnehmung auf alles andere ausstrahlt – sehr positiv natürlich.

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All das gehört aber nicht nur mir alleine. Wenn ich dieses riesige Glück nicht wieder zurück geben könnte, wäre es alles nichts wert. Ich möchte diese unendliche, tiefe Zufriedenheit teilen. Andere motivieren, ermutigen, bestärken auch zu finden was sie antreibt und danach zu leben. Sich selbst und die eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Träume genauso wichtig zunehmen, wie die der anderen. Zu sich selbst zu sehen ist das befreiendste was es gibt. Das ist mir wieder klar geworden, als ich mir die Frage nach meinem „Antreiber“ gestellt habe oder sie mir besser gesagt gestellt wurde.

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Das hat mir mal wieder gezeigt, wie dankbar ich dafür sein kann, nein wie dankbar ich dafür bin, ein Leben führen zu können, das es mir erlaubt meinen Weg zu gehen und meiner Intuition folgen zu können. Ist deshalb schon alles so wie ich es mir immer erträumt habe? Lebe ich ein wunschlos glückliches Leben? Gebe ich mich zufrieden? NEIN. Klar nicht. Aber ich bin so unglaublich zufrieden, weil ich weiß, dass ich meinen Weg bisher so wunderbar gegangen bin und er, auch wenn er nicht immer der direkte war, doch immer weiter dort hin führt, wo es hin gehen soll.

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