Die Nordroute -Teil II – Kopenhagen

Kopenhagen

Nach ein paar entspannten Tagen an der Ostsee ging es weiter mit dem Auto und der Auto-Fähre nach Kopenhagen. Dort war es dann tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Angefangen von unserem tollen Airbnb, über die vielen Cafés, Restaurants bis hin zu der tollen Altstadt. Aber der Reihe nach…

Gewohnt haben wir in einem super Airbnb in dem sehr coolen Viertel Vesterbro. Unser Host Mads hat es als „das Hippster-Viertel“ bezeichnet. Er hatte auch einige Tipps für uns parat und hat uns sehr herzlich Willkommen geheißen. Von unserer Wohnung waren es nur wenige Schritte zu vielen Restaurants, Bars und Cafés und ca. 20 Minuten zu Fuß in die Stadt. Wobei zu Fuß eigentlich keiner in Kopenhagen unterwegs ist. Das Fahrrad ist DAS Fortbewegungsmittel Nummer 1. Sie stehen überall und können an fast jeder Straßenecke gemietet werden. Wir haben uns dann allerdings doch gegen das Fahrrad entschieden, weil ich das wirklich, wirklich nicht mag und zu Fuß ging es auch wunderbar.

Kopenhagen

Wir kamen am Nachmittag bei gemeinem Nieselregen an und da ich ja schon schwanger und dazu noch etwas erkältet war, haben wir es langsam angehen lassen und uns erstmal eine kleinen Snack und leckeren Kaffee um die Ecke genehmigt. Dabei haben wir Pläne für die kommenden Tage gemacht und auch gleich einen wunderbaren ersten Eindruck der Gemütlichkeit der Dänen bekommen. Das hat sich wirklich durch die kommenden Tage und Wochen gezogen. Die Uhren ticken einfach ein bisschen anders dort und alles scheint ein wenig entspannter zu sein als bei uns. Was mich aber ein bisschen überrascht hat war die relativ kühle Art der Dänen. Anders als man es z.B. von den Italienern gewohnt ist, wird die Gastfreundschaft dort eher zurückhaltend gelebt, was nicht heißen soll, dass die Dänen unfreundlich waren, nur eben etwas reservierter.

Was ihr unbedingt machen solltet:

  • Christiania: Das ist eine autonome Gemeinde, die vom Staat geduldet wird. Ursprünglich war das ein Militärgelände und in den 70er Jahren wurde daraus eine Kommune. Damals haben sich dort viele Hausbesetzer, Hippies und Autonome angesiedelt und zusammen gelebt. Wo früher so ziemlich jeder der Lust hatte beitreten konnte, ist das jetzt nicht mehr so einfach. Wer nicht schon immer dort lebt muss einen „einheimischen“ heiraten, um dazu zugehören. Das Besondere ist dort eine ganz eigene Kulturszene mit einer bekannten Theatergruppe, bekannt ist die Gemeinde aber auch für ihre Offenheit den Drogen gegenüber. Auf jeden Fall eine sehr spannendes Fleckchen in Kopenhagen, dass man unbedingt gesehen haben muss.

Kopenhagen

  • Streetfood: Der Kopenhagen Streetfood Market in der Nähe der Oper. Hier, in einer riesigen alten Halle, gibt es alles, wirklich alles, was das Herz begehrt. Dazu gibt es draußen viele Möglichkeiten, sich in Ruhe hinzusetzen, das mega Essen zu genießen und den tollen Ausblick Richtung Kopenhagener Altstadt. Wenn möglich würde ich aber empfehlen, den Market nicht unbedingt an einem Sonntag zu besuchen. Weil hier auch viele Lokals anzutreffen sind, ist es besonders am Wochenende super voll.

Kopenhagen

  • Boot fahren: Egal ob ihr euch euch ein eigenes kleines Boot mietet oder mit einer Gruppe aufs Wasser geht, das ist ein absolutes Muss. Dadurch, dass es so viele Wasserstrassen gibt kommt man mit dem Boot einfach wunderbar durch die ganze Stadt und sieht super viel. Die meisten der Touren starten am Nyhaven.

Kopenhagen

  • Nyhavn: Wohl das berühmtestes Bild, das man von Kopenhagen im Kopf hat sind die hübschen, bunten alten Häuschen entlang der kleinen Wasserzunge im Herzen Kopenhagens. Hier gibt es viele Restaurants und Cafés, die allerdings alles ganz schön teuer (noch teurer als überhaupt schon in Kopenhagen) und auch sehr überfüllt sind. Also nur die netten Häuschen anschauen, ein paar Bilder machen und dann woanders ein kleines Päuschen einlegen.

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  • Rathausturm: Ein absoluter Insider-Tipp, auf den wir ohne unseren Host nie gekommen wären, ist der Rathausturm. An jedem Wochentag gibt es zweimal die Möglichkeit an einer Tour teilzunehmen. Dabei geht es zu Fuß hoch über die Dächer von Kopenhagen und man hat einen wunderbaren, weiten Blick über die Stadt bis hinüber nach Schweden.

Kopenhagen

  • Essen gehen: Kopenhagen bietet eine schier unendliche Vielfalt an leckeren Restaurant. Okay, an die teuren Preise muss man sich erstmal gewöhnen, aber wir habe die Augen zu gedrückt, ist ja schließlich Urlaub. Meine Lieblinge waren auf jeden Fall die überragende Pizza im Neighbourhood und das unglaubliche leckere Menü im Madklubben.

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  • Kaffee trinken und ausgiebig frühstücken:  Auch hier habe ich ein paar Lieblinge für euch. Das Frühstück im Mad & Kaffe ist der Wahnsinn. Hier müsst ihr aber wirklich früh dran sein, vor allem am Wochenende ist die Schlange endlos und gefühlt will ganz Kopenhagen hier rein – zu Recht. Einen richtig guten Kaffee bekommt ihr im Forloren Espresso oder auch im Kaffelabberasen. Lasst euch auch auf keinen Fall die vielen süßen Stückle entgehen, die es in vielen Cafes gibt. Vor allem Zimtschnecken und süßes Gebäck mit Rosinen sind sehr typisch für die Dänen.

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Was man weg lassen kann, wenn die Zeit knapp wird:

  • Die kleine Meerjungfrau: Eigentlich ja eines der Wahrzeichen der Stadt, wenn man dann aber dort ist, sehr enttäuschend. Eine kleine, 1,50 m große Figur, die da am Ufer sitzt. Für mich eher die Kategorie „überbewertet“.

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  • Schloss Amalienborg: Wenn man nicht gerade auf Schlösser steht kann man sich das auch sparen. Es ist nicht außergewöhnlicher als andere Schlösser und irgendwie hat man sowas ja schon tausend mal gesehen.

Kopenhagen

Ihr seht schon, es gibt wirklich wenig, was man in Kopenhagen „weglassen“ kann, aber sehr viel sehenswertes. Wie bei den meisten Großstädten ist für mich das schönste einfach durch die Straßen zu laufen, in Cafés hängen zu bleiben und mich ein bisschen wie ein Local zu fühlen. Das hat hier sehr gut funktioniert. Nicht zuletzt auch wegen den vielen tollen Tipps von unserem Host. Zudem hatten wir auch Glück, dass wir 3 Tage voller Sonnenschein hatten, wodurch die Stadt natürlich noch mehr gestrahlt hat.

Im dritten und letzten Teil der Nordroute nehme ich euch das nächste Mal mit nach Göteborg und Jütland. Hier könnt ihr im ersten Teil auch nochmal nachlesen, was es an der Ostsee so zu erleben gab 🙂

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