So viel Liebe

Mommy to be

Die letzten Wochen oder sogar Monate war es ruhig um mich und meinen Blog. Ich habe kaum noch etwas geschrieben und auch meine Aktivitäten auf Instagram sind stark zurück gegangen. Aber jetzt bin ich wieder da, mit ganz viel Energie, guter Laune und einer Menge Glücksgefühlen. Warum es so lange still war und was es neues gibt, ich erzähle es euch.

Der Grund dafür ist der schönste den es überhaupt gibt. Ich bin schwanger – eine Mommy to be. Wir erwarten unser absolutes Wunschkind und freuen uns endlos auf den Nachwuchs. Das alleine ist natürlich kein Grund sich zurückzuziehen aber die ersten Wochen hatte ich einfach keinerlei Lust auf posten, bloggen oder teilen. Das hatte im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen ist dieses zarte kleine Leben, das sich langsam in mir entwickelt etwas so besonderes und schützenswertes, so fragil, dass wir es erstmal für uns behalten wollten. Die ersten Wochen sind mit viel hoffen und bangen verbunden. Ich hatte zwar von Beginn an ein gutes Gefühl, aber trotzdem waren wir sehr vorsichtig, haben uns „mit angezogener Handbremse“ gefreut.

Mommy to be

Wir haben die Vorfreude natürlich trotzdem sehr genossen und haben es zunächst wirklich ganz für uns behalten. Nur unsere Eltern, meine beste Freundin und Schwägerin wussten relativ früh Bescheid, aber sonst wusst es absolut keiner. Aber geahnt haben es einige. Gerade meine lieben Freundinnen, die mich gut kennen und auch auch ein paar meiner engen Kollegen, mit denen ich viel Zeit im Büro verbringe haben es mehr als nur gehofft. Denn ich habe mich schon verändert. Zunächst nicht unbedingt körperlich, aber doch ganz schön in meiner Verhaltensweise.

Mommy to be

Die ersten 13 Woche habe ich so ziemlich alle typischen Anzeichen einer Schwangerschaft mitgenommen. Mir war fast permanent schlecht, Appetit wurde zum Fremdwort, ich hatte viel Kopfschmerzen und war dauernd unglaublich müde. Verraten habe ich mich hauptsächlich durch meine veränderte Ernährung, meine Abwesenheit bei Treffen unter Freunden und meine Sendepause was den Blog und Co. betrifft. Plötzlich haben Leute nach mir gefragt, zu denen ich kaum Kontakt habe, viele haben sich Sorgen gemacht, weil meine Posts und Storys auf Instagram ausblieben sind und ich kaum noch sichtbar war. Aber Freunde: Alles gut. Wunderbar. Perfekt.

Mommy to be

Da meine Ernährung hauptsächlich aus Haferbrei, Buchstabensuppe und Brezeln bestand gab es einfach nichts was ein Rezept oder ein Foto wert gewesen wäre. Außerdem haben sich meine Aktivitäten außerhalb des Büros auf schlafen, chillen und vielleicht noch einen paar Spaziergänge beschränkt. Mehr war einfach nicht drin. Aber das war einfach so gar nicht schlimm für mich – im Gegenteil. Sowohl meine Ärztin als auch meine Hebamme und diverse Ratgeber bestätigen, je schlechter es der Mutter geht, desto besser geht es dem Baby (funktioniert aber andersrum nicht ;)). Das Wissen hat mir so sehr geholfen, ich hatte dadurch das Gefühl, dass alles okay ist und seine Richtigkeit hat. Ich freute mich über jeden Morgen an dem ich mit Übelkeit aufwachte, weil es mir, so absurd das klingt, ein wenig Sicherheit gegeben hat.

Mommy to be

Die Übelkeit und Müdigkeit haben sich dann zum Glück pünktlich nach der 13. Woche verabschiedet. Und seit dem geht es mir fast täglich besser. Es ist verrückt, aber was in den schlauen Ratgebern steht scheint auf mich voll zu zutreffen. Seit ein paar Wochen bin ich wieder viel fitter, habe (fast) permanent gute Laune und freue mich über meinen wachsenden Bauch. Ich habe wieder Appetit, kann darauf achten mich gesund zu ernähren und schaffe es auch immer öfters ohne Mittagsschlaf durch den Tag. Kurz um: Mir geht es super und – toi toi toi – dem Baby auch.

Deshalb ist auch jetzt der Zeitpunkt unser Glück zu teilen und darüber zu schreiben. Ob es jetzt nur noch Baby-Beiträge geben wird, ob ich das die ganze Schwangerschaft und danach gleichermaßen durchziehen werde und euch an allem teilhaben lassen, das weiß ich tatsächlich noch nicht. Wie auch vor der Schwangerschaft werde ich mich jetzt weiterhin auf meine Intuition verlassen. Das was sich für mich gut anfühlt werde ich tun und wenn ich für etwas keine Energie oder keine Lust habe, dann werde ich es auch lassen. Außerdem ist alles was das Kleine angeht eben auch nicht nur meine Sache sondern unsere. Es (noch wissen wir nicht was es wird) gehört natürlich genau so zu seinem Papa und deshalb ist es mir besonders wichtig, dass das was ich mit euch teile auch für ihn okay ist.

Mommy to be

Und mein Mann ist jetzt schon der beste Papa der Welt. Er kümmert generell wahnsinnig gut um mich und jetzt noch so viel mehr. Es ist so wunderschön zu sehen, wie auch bei ihm schon der Beschützerreflex für unser Ungeborenes einsetzt, wie er meinen Bauch bei jeder Gelegenheit streichelt, Kontakt zu dem Baby aufnimmt, voller Interesse Artikel dazu ließt und mich auf so vielen Ebenen unterstützt. Diese Unterstützung und positive Energie gibt mir unglaublich viel, vor allem viel Sicherheit.

Denn auch wenn ich mich die meiste Zeit sehr gut fühle, sind da auch immer wieder die Zweifel, die Sorgen, die Ängste. Mache ich alles richtig, schaffe ich das optimale Umfeld, geht es dem Kleinen gut, entwickelt es sich wie es soll, ist es gesund? All diese Dinge gehen mir von Zeit zu Zeit durch den Kopf. Ich möchte diese Gedanken nicht verdrängen, ich weiß, dass sie dazu gehören, aber ich möchte mich auch nicht verrückt machen lassen. Also habe ich beschlossen keine Foreneinträge zu lesen, keine „Worstcase Geschichte“ zu hören sondern nur Artikel denen ich vertrauen kann und die auf Fakten basieren.

Mommy to be

Ich glaube den richtigen Weg zwischen übervorsichtig und unbedacht muss jede werdende Mutter für sich finden. Eine Schwangerschaft ist so individuell, dass es hier kein Richtig und kein Falsch gibt. Es ist eine Zeit in der jede Frau noch mehr auf ihre Intuition hören, sich selbst vertrauen und stärken sollte. Für mich ist es wichtig, mit meiner positiven Einstellung, meiner Lebensfreude, meinem Optimismus durch diese Schwangerschaft zu gehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Baby das schon jetzt im 5. Monat spürt und das somit schon ein großer Beitrag für eine gute Entwicklung ist.

Mommy to be

Auf jeden Fall genießen wir die Zeit gerade sehr. Ich habe das Glück mich psychisch und physisch, bis auf ein paar kleine Einschränkungen, super zu fühlen. Was ich so alles dafür tue, dass es so bleibt, z.B. Ernährung, Bewegung etc. werde ich sicher in den kommenden Wochen mit euch teilen. Ich freue mich, wenn ihr mir Feedback dazu gebt. Hattet ihr schon das unglaubliche Glück einer Schwangerschaft, interessieren euch meine Gedanken dazu oder ist das Thema Nachwuchs ganz weit weg von euch?

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4 Kommentare

  1. Liebe Anne, auch hier nochmal herzlichen Glückwunsch!! Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn so ein kleiner Mensch im eigenen Körper heranwächst, das kann man nur nachempfinden, wenn man das selbst erlebt hat 😃
    Ich selbst bin jetzt sogar schon im Endspurt – noch drei Wochen.. Die Zeit verfliegt und gefühlt habe ich erst gestern den Test gemacht.. Sorgen, Ängste aber auch unglaublich viel Vorfreude sind glaube ich die vorherrschenden Gefühle in dieser Zeit! Ich selbst habe meine Schwangerschaft erst sehr spät auf Instagram mitgeteilt, irgendwie hatte ich das Bedürfnis es bei uns privat zu behalten und plötzlich wollte ich, dass es die ganze Welt weiß.. Tja, die Hormone… 😉
    Ich wünsche dir von Herzen eine schöne Schwangerschaft und dass du sie genießen kannst! Ich freue mich immer die Gedanken und Gefühle andere „Mitschwangeren“ zu lesen – aber tu das wonach dir ist 💕 Alles Liebe, Martina

    1. Liebe Martina,

      vielen lieben Dank für dein tolles Feedback! Es ist schön zu lesen, wie es anderen werdenden Mamis geht und wie du damit umgehst. Ich wünsche dir und deinem kleinen Wunder alles erdenklich Liebe und Gute und eine tolle, unkomplizierte Geburt 😉

      Viele Grüße
      Anne

  2. Das hast du ganz wundervoll geschrieben 😊
    Sehr rührend.Ich kann nachempfinden und es kommen Erinnerungen hoch an meine 2 Schwangerschaften und die Gefühle dabei.Die Freude und an die Geburten die eine Art Tschacka- Gefühl bei mir hervorgerufen haben.Das hat mich stark gemacht und sehr beeindruckt was ein Körper bzw zwei alles leisten können.Ein Wunder der Natur was da alles vor sich geht bis so ein kleiner Mensch das Licht der Welt entdeckt ❤️
    Ich freu mich ganz ganz arg für euch und wünsche euch von Herzen alles Gute.
    Auf mein Brüderchen bin ich ja auch bissl stolz- ich weiß dass er ein ganz Lieber ist (ich kenn ihn ja auch schon 33 Jahre 😉 und ich bin mit sicher,dass er ein ganz toller Papa sein wird.
    Wir freuen uns auf unser neues,bezauberndes Familienmitglied und sind gespannt wie ein Flitzebogen ob es einen Rocket oder eine Rockien gibt 😅
    Alles liebe
    Sina

    1. Liebe Sina,

      vielen, vielen lieben Dank für den tollen Kommentar <3 Wir freuen uns sehr das alles mit Euch teilen zu können und sind soooooo glücklich so eine tolle Familie zu haben. Danke, dass ihr, dass du immer für uns da bist 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Anne

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