Hawaii Teil III – Maui und Moloka’i

Maui Molokai

Die ersten neun Nächte auf Hawaii haben wir bereits verlebt aber es liegen immernoch dreizehn verheißungsvolle Tage vor uns. Was für ein unglaublicher Luxus so lange im Paradies bleiben zu dürfen. Mit Maui und Moloka’i erwarten uns nun zwei Inseln, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Maui Molokai

Nach gut einer Woche auf den Inseln sind wir nun vollkommen ins Paradies eingetaucht. Mahalo und Aloha sind wie selbstverständlich in unseren Wortschatz übergegangen. Besonders schnell habe ich mich auch mit dem einheimischen Bier angefreundet. Die Labels sehen so lustig aus, dass ich – typisch deutsch – am Anfang dachte: „So buntes Bier und dann auch noch auf Hawaii gebraut, das kann nichts gescheites sein.“ Ich habe mich jedoch sehr schnell eines besseren belehren lassen. Sowohl das Bier aus der KONA Brewing als auch aus der MAUI Brewing sind sensationell und finden durch den aktuellen Craft Beer-Trend auch schon den Weg nach Deutschland. Von leicht bis herb, für jeden Geschmack etwas dabei. Schnell wurde es zum Ritual jeden Abend nach unseren Ausflügen, noch bevor wir den Sand von den Füßen gewaschen haben, ein kühles einheimisches Bier auf dem Balkon zum Sonnenuntergang zu trinken und dabei das Erlebte Revue passieren zu lassen.

Maui Molokai

Maui ist das Surferparadies schlechthin. Die Insel ist neben O’ahu sicher die bekannteste der Inseln und auch eine der touristischsten. Es gibt viele tolle Strände, eine atemberaubende Küstenstrasse und jede Menge hipper Surfer. Alles ist bunt, lebendig, ein bisschen überfüllt, aber trotzdem extrem liebenswert. Leicht und cool beschreibt Maui ganz gut. Die Schönen und Reichen machen hier laut der Klatschpresse wohl auch gerne Urlaub. Gesehen haben wir allerdings keinen – und traurig waren wir darüber sicher nicht.

Maui Hawaii

Moloka’i hingegen ist eine der kleineren Inseln, die es mit dem Tourismus nicht so hat. Auch Trubel und Hektik gibt es hier nicht. Das Motto der Insel ist „Slow down – it’s Moloka’i“ (Mach ruhig, das hier ist Molokai). Es gibt gerade mal eine Hand voll Unterkünfte, ein paar weniger Bars, zwei Tankstellen und ein Restaurant. That’s it. Daran wollen die Einwohner dieser wohl ursprünglichsten aller Inseln auch nichts ändern. Sie sind so ziemlich gegen alles, was Besucher und damit auch Geld auf die Insel bringen würde. Über ganz Moloka’i verteilt finden sich immer wieder Schilder mit Aufschriften, die zeigen, dass sie keine Kreuzfahrschiffe, keine Hotels und auch keine Flughäfen haben wollen. Da auf Hawaii jedoch viel Einkommen über den Tourismus erzielt wird ist es nicht verwunderlich, dass Molokai’i eher eine arme Insel mit vielen Probleme ist.

Maui Molokai

Molokai’i konnten wir übrigens auch nicht direkt von Maui anfliegen. Wir mussten einen Zwischenstopp auf O’ahu machen. Auch auf dem Rückweg sind wir über O’ahu nach Kaua’i geflogen.

Wo man gut schlafen kann:

MAUI:

Unser Airbnb auf Maui ist mein Favorit. Von allen. Ihr müsst euch das so vorstellen:

Wir fahren in die Einfahrt des Grundstückes. Dort stehen zwei Häuser, das von Mona, unserem Host, und unser Guesthouse. Wir fahren einen langen Weg entlang und plötzlich steht da ein Pferd. Ein echtes, ein großes, eines das ohne Gatter, oder Leine unter einem riesigen Baum steht. Ich konnte es nicht fassen. Wie wir später herausfanden war das Frankie. Ein paar Meter später sprangen dann zwei imposante Pitbulls um uns herum. Beide wahnsinnig lieb und das Mädchen davon, Uila, hat uns noch oft auf der Terrasse Gesellschaft geleistet.

Maui Molokai

Maui Molokai

Das Guesthouse an sich war zwar relativ klein, aber wir hatten alles was wir brauchten. Eine tolle Terrasse mit wunderschönem Garten, eine Outdoor-Dusche, ein sehr bequemes Bett und den liebsten Host ever. Mona war zwar gerade nicht da, aber ihre Mutter hat sich wunderbar um uns gekümmert. Sie hat uns frische Avocados, Papaya und Maracujas aus dem Garten gebracht und war auch sonst sehr fürsorglich. Sie hat uns mit allem versorgt was wir so brauchten, egal ob das Tipps zur Umgebung oder ein großer Nudeltopf waren.

Maui Molokai

Maui Molokai

MOLOKAI’I

Wie schon gesagt, gibt es für Besucher auf Molokai’i nicht allzu viele Optionen. Wir haben uns für ein Airbnb in einer Wohnanlage entschieden. Sicher nicht das individuellste auf unserer Reise, für die Insel aber definitiv sehr empfehlenswert. Das Zimmer war eher vergleichbar mit einem Hotelzimmer.

Maui Molokai

Es war schön, aber unpersönlich eingerichtet. Dies war auch die einzige Unterkunft bei der wir unsere Gastgeber nicht kennengelernt haben. Geklappt hat aber auch alles und gefehlt hat es uns an nichts. Das gleiche Condo gibt es immer noch, allerdings wird es von anderen Hosts vermietet. Hier findet ihr es.

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Was man machen muss:

MAUI:

  • Ho’okipa Lookout: wunderschöner Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang, die Surfer oder einfach nur das Treiben am Strand zu beobachten.

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  • Ho’okipa Beach Park: eine Stadt voller cooler Surfer Typen und – ganz besonders – am Abend ein wahnsinniges Spektakel – Meeresschildkröten. Wir haben über dreißig Tiere gezählt die aus der Brandung an den Strand kamen um dort zu schlafen. Jeden Abend (außer das Wetter ist katastrophal) kommen die Tiere hier an Land. Und unsere erste Mönchsrobbe haben wir hier auch beim Erholen am Strand getroffen – unglaublich schön. Wenn so viele Tiere an Land kommen sind immer auch Freiwillige Helfer vom Tierschutz da. Sie achten darauf, dass die Tiere ihre Ruhe haben.

Maui Molokai

Maui Molokai

  • Paia: ein nettes, kleines Städtchen, perfekt für einen abendlichen Spaziergang mit hübschen Läden, Eiscafés, Bars und tollen Restaurants. Besonders empfehlen kann ich hier die Milagros Food Company und die The Flatbread Company.
  • Charley Young Beach: schöner ruhiger Strand, der für ein paar Stunden zum Verweilen einlädt.
  • Iao Valley State Park: Traumhafte Landschaft, ein tosender Fluss in den die Kids der Einheimischen springen und den sie als natürliche Rutsche nutzen. Tolle Pflanzen und Hügel in sattem grün.

Maui Molokai

Maui Molokai

Road to Hana: Das MUSS auf Maui und zwar total zu Recht. Ein Route mit atemberaubenden Ausblicken, Wasserfällen, Brücken und vielen netten kleinen Snacks am Wegesrand. Dadurch leider auch ein bisschen überlaufen. Unbedingt zu den Twin Falls wandern. Nach ca. 20 Minuten Wanderung über Stock und Stein, je nach Wetterlage auch durch kniehohe Bäche, öffnet sich eine Lichtung mit einem Wasserfall. Habt die Badehose dabei – und erfrischt euch nach der Wanderung unter dem Wasserfall.

Maui Molokai

Maui MolokaiWichtig auch – Mückenschutz für den Rückweg einpacken und möglichst früh da sein, sonst wird es auch hier voll. Für den kleinen Hunger unterwegs auf dem Hana Highway  solltet ihr unbedingt ein veganes Eis bei Coconut Glen’s Ice Cream essen. Absolut Yummy und Bio 🙂

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  •  Pu‘u ‘ula‘ula im Haleakalā National Park: Ein mystischer Ort. Fast wie eine Mondlandschaft liegt hier die Hochebene des Haleakalā vor uns. Mit dem Auto kommt ihr mal wieder ohne Probleme auf 10.000 Fuß (3048m), und das in 30 bis 45 Minuten. Leider war für mich nach ein paar Metern auf dem Gipfel wieder Schluss. Noch schlimmer als auf dem Maona Kea hat mich die Höhenkrankheit erwischt. Kurzatmig und ohne Kraft habe ich mich mit viel Mühe zu dem Lookout geschleppt – mehr ging nicht. Besonders toll ist hier der Sonnenuntergang. Dazu unbedingt warme Kleidung einpacken und langsam aufsteigen. Mir war so übel, dass wir leider nicht so lange oben bleiben konnten.

Maui Molokai

Maui Molokai

MOLOKA’I

  • Auf ganz Hawaii werden zahlreiche Macadamia Farmen betrieben. Die größten auf Big Island. Generell ist die Nuss ein wichtiger Wirtschaftszweig auf den Inseln. Besucht auf jeden Fall Purdy’s Macadamia Farm. Hier wird euch (kostenlos) gezeigt wie die Bäume wachsen, wie man am besten die äußerst hartnäckige Schale knackt und ihr dürft natürlich probieren. Außerdem könnt ihr lokale Produkte kaufen.

Maui Molokai

Maui Molokai

  • Tropenfrüchte direkt von der Farm? Ein Traum für mich. Da es auf Molokai’i nicht so viele Optionen zum Abendessen gibt, haben wir auch gerne gekocht, zum Beispiel mit frischen Früchten von Kumu Farms.
  • Papohaku Beach ist der Bilderbuch Strand für einen laaaaangen ausgedehnten Spaziergang. Liegen kann man hier nämlich nicht. Zum einen gibt es keinen Millimeter Schatten, zum anderen weht so ein Wind, dass die Sandkörner zu kleinen Nadeln werden. Direkt an der Brandung ist davon aber glücklicherweise nichts zu spüren.

Maui Molokai

Maui Molokai

  • Der Kalaupapa Overlook bietet einen schönen Überblick und ein paar geschichtliche Highlights zu der Halbinsel von Moloka’i. Auf mehreren Tafeln wird erklärt wozu die Halbinsel früher mal genutzt wurde.

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  • Post a nut. Die etwas andere und zugegeben etwas teurere Postkarte. Dafür aber eine unbezahlbare Erinnerung an diesen tollen Trip. Wir haben uns und unseren Freunden jeweils eine bunt bemalte Nuss zugeschickt. Jedes mal wenn ich sie sehe freue ich mich unglaublich und erinnere mich an 3 1/2 unglaubliche Wochen auf Hawaii.

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  • Das einzige Restaurant der Insel, das Kualapuu Cookhouse darf man nicht verpassen. Wir waren gleich zweimal da. Einmal zum Dinner mit leckerem Essen aus der hawaiianischen Küche und einmal zum Frühstück. Geschmeckt hat es auf jeden Fall, auch wenn Bacon zu Nutella Pancakes für meinen Mann etwas gewöhnungsbedürftig war.

Was nicht unbedingt sein muss:

MAUI:

Tatsächlich würde ich von den Dingen die wir auf Maui gemacht haben alles wieder machen. Es war nichts dabei, was mich nicht nachhaltig beeindruckt hat. Vielleicht würde ich nur die Jahreszeit anderes wählen. Im Juli haben die meisten Amerikaner Sommerferien, was die Insel doch sehr voll macht. Zudem sind die Wellen im Sommer nicht so spektakulär wie sie es im Winter sind. Den nächsten Hawaii Trip würden wir auf jeden Fall im Spätherbest oder Winter machen.

MOLKOKA’I:

Je nachdem wie lange Zeit ihr für eure Reise auf Hawaii plant, macht Moloka’i mehr oder weniger Sinn. Wenn ich eine Insel streichen müsste, dann wäre es Moloka’i. Sie ist zwar die unberührteste und wohl auch ursprünglichste aller Inseln, aber eben auch die, die nicht so glücklich ist über Besucher. Auch wenn die unberührte Natur einiges wett macht, habe ich mich nicht immer so willkommen gefühlt. Die Armut war gerade in der Stadt zu spüren und die Verwahrlosung war abseits der Hauptstraßen immer wieder zu sehen.

FAZIT:

Maui hat einen Spirit der besonders ist. Sie stellt das typische Hawaii Klischee dar. Viele tolle Strände, Aussichtspunkte, Surfer und gut gelaunte Menschen. Wir mussten uns einfach nur treiben lassen und genießen was die Insel zu bieten hat. Auf Moloka’i haben wir das ursprüngliche kennengelernt, einsame Strände an denen uns auf Kilometern kein anderer Mensch begegnet. Natur pur. Auch wenn die nicht immer so willkommen war, denn auf den abendlichen Besuch einer riesigen Gottesanbeterin auf unserem Balkon hätten wir verzichten können.

Maui Molokai

Ausblick:

Kaua’i – unsere letzen Tage im Paradies. The Garden Island – die Insel auf der wir endgültig unser Herz verloren haben.

Kauai

Rückblick:

Lest hier Teil I über O’ahu und Teil II über Big Island.

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