Fasten – Teil I – Intermediäres Fasten

Intervall Fasten

Ich finde jetzt ist genau die richtige Zeit um mal über das Fasten zu sprechen. Zum einen weil ich immer wieder nach meinen Ernährungsgewohnheiten gefragt werde und zum anderen weil es gerade wunderbar in die Jahreszeit passt. In dieser kleinen Reihe werde ich euch in drei Teilen berichten wie ich das so mit dem Fasten halte. In Teil 1 geht es um das Intervall – oder auch intermediäre Fasten.

Diese Art des Fastens praktiziere ich mit großer Regelmäßigkeit seit zwei Jahren. Angefangen hat alles damit, dass ich für meine Hochzeit ein paar Kilos loswerden wollte – nicht viel, nur so drei, vier. Aber die waren hartnäckig und ließen sich mit Sport alleine auf jeden Fall nicht vertreiben. Über eine Bekannte in den USA und ihre Facebook-Posts wurde ich dann auf diese „Diät“ aufmerksam.

Allerdings würde ich es niemals als klassische Diät bezeichnen – eher als Diät im wörtlichen Sinn – nämlich eine gesunde, sinnvolle Ernährungsweise. Und die ist ganz, ganz simpel. Wenn man abnehmen möchte legt man zwei Fastentage die Woche ein, wenn man das Gewicht halten möchte einen. An diesen Tagen darf Frau maximal 500 Kcal zu sich nehmen und Mann 600. Darunter sollten jedoch keine Kohlenhydrate sein und Alkohol ist an den Tagen auch streng verboten.

Intervall Fasten

An den verbleibenden Tagen esse ich ganz normal, wie sonst auch – natürlich nicht wahnsinnig viel mehr und im Idealfall auch gesund sowie ausgewogen – aber kleine Sünden wie das Tiramisu beim Lieblings-Italiener oder das Glas Wein am Wochenende sind auf jeden Fall erlaubt. Für mich ist das die perfekte Lösung und auch ein super Ausgleich. Mir fällt es schwer mich permanent zu disziplinieren und jeden Tag immer nur vernünftig zu sein. Darauf habe ich keine Lust und das macht mir auch nur wenig Spaß. Und alles was ich nur widerwillig mache kann keinen Erfolg haben. Ich mag gerne mal die leckere Pasta mit ordentlich Parmesan essen und auf das Gläschen Sekt zum Anstoßen mag ich auch nicht immer verzichten.

Intervall Fasten

Mit der 5:2 Diät, wie sie oft genannt wird, muss ich das nicht – ich mache fünf Tage alles wie ich mag, was bei mir zugegebenermaßen schon immer sehr gesund und ausgewogen ist, achte aber nicht auf die Kalorien und an zwei Tagen diszipliniere ich mich ein wenig mehr. Vor allem montags fällt mir das gar nicht schwer. Am Wochenende gab es meistens etwas mehr zu essen und montags nutze ich meinen Fastentag um ein wenig zu „detoxen“ und wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Intervall Fasten

Im Gegensatz zu normalen Diäten oder gar Nulldiäten gibt es hierbei auch keinen Jojo-Effekt. Dadurch, dass es am nächsten Tag gleich wieder was zu Essen gibt, verfällt der Körper nicht in den „Hungermodus“ sondern setzt im Gegenteil neue Energien frei. Logisch eigentlich, wenn man man überlegt wo wir her kommen. Früher musste der Steinzeit-Mensch wenn er hunger hatte erstmal was essbares suchen. Dafür musste er entweder durch die Gegend streifen und essbare Früchte suchen oder sogar ein Tier erlegen – was nochmal mehr Aufwand bedeutete. Dafür brauchte er Energie. Genau diese Energie stellt mir mein Körper zur Verfügung wenn ich einen Tag faste – damit ich mir am nächsten Tag wieder was ordentliches zu Essen besorgen kann.

Intervall Fasten

Zu dem schönen Effekt, dass es das Gewicht reguliert kommen aber noch viele weitere tolle Effekte dazu, die absolut für das intermediäre Fasten sprechen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die die positive Wirkung des Fastens belegen. So hat es wohl einen positiv Einfluss auf die Gedächtnisleistung, kann den Insulinspiegel regulieren und wirkt bei bestimmten Arten von Krebs sogar vorbeugend. Viele tolle „Nebenwirkungen“ die eigentlich ja die Hauptsache sind. Denn ob da nun ein paar Kilo mehr oder weniger sind, ist sekundär, wenn man generell nicht gesund ist. Nachlesen könnt ihr das und weitere spannenden Fakten übrigens in dem Buch „The Fast Diet – Das Original“ von  Dr. Michael Mosley und Mimi Spencer – erscheinen im Goldmann Verlag.

Aber zurück zu meiner Fasten-Routine. Wenn es bei mir einen zweiten Fasten Tag gibt, dann mache ich den meistens donnerstags, dann habe ich an den zwei „normalen“ Tagen wieder genug Reserven angelegt und bin bereit für einen weiteren 500 Kcal-Tag. Grundsätzlich ist man bei dieser Ernährungsweise aber flexibel. Ihr könnt zwei Tage hintereinander fasten oder beispielsweise erst nach dem Frühstück anfangen. In dem Fall würdet ihr dann bis zum nächsten Tag nach Frühstück fasten und mit dem Mittagessen wieder einsetzen. Auch das schieben von ganzen Tagen ist kein Problem. Und 500 Kcal sind jetzt auch nicht soooo wenig, jedenfalls wenn man es richtig anstellt.

Intervall Fasten

Also ich damit begonnen habe, habe ich hauptsächlich auf Lebensmittel mit viel Volumen und wenig Kcal gesetzt. Da waren Gurken beispielsweise perfekt. Heute startet ein typischer Fastentag bei mir mit einem Tee, denn viel trinken (Tees, Wasser, dünne Schorle) ist sehr wichtig. Dann geht es mit einem Kaffee und ein klein wenig Milch weiter. Zum Mittag gibt es entweder einen selbstgemachten grünen Smoothie oder ein paar Gemüsesticks mit Magerquark, manchmal auch eine Grapefruit. Nachmittags nochmal einen Kaffee und abends dann entweder ein Omelette mit etwas Gemüse, Ofengemüse mit Quark oder im Winter auch gerne mal eine leichte Gemüsesuppe. Also sicher nicht NICHTS 😉

Intervall Fasten

Klar gibt es auch Wochen in denen ich nicht faste – im Urlaub z.B., auf die Idee würde ich niemals kommen, da genieße ich jeden Tag so sehr es geht und dazu gehört natürlich auch Essen und Trinken dazu. Das hole ich dann nach dem Urlaub wieder nach, dann gibt es ein paar Wochen mit zwei Fastentagen und dann ist auch schnell wieder alles im Gleichgewicht. Ich muss gestehen, dass ich mich nach so viel Völlerei wie jetzt z.B. auf der AIDA sogar auf das Fasten freue und es super gut tut.

Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen und habe damit in den letzten zwei Jahren nur tolle Erfahrungen gemacht und mein Mann übrigens auch. Klar fällt es leichter wenn der Partner auch fastet und man abends gemeinsam das Ofengemüse essen kann anstatt gegenüber einen Teller Pasta vorzufinden 😉 Ich kenne einige bei denen es super funktioniert, aber muss ehrlicherweise auch sagen, dass ich auch Leute kenne, die damit keine Erfolge erzielen konnten. Wie vieles ist natürlich auch das Typsache. Wenn es euch interessiert, dann probiert es einfach aus – es kann ja nichts weiter passieren und super-special Produkte muss man dazu auch nicht einkaufen – ein weiters Plus 😉

Ganz viel Spaß damit.

Intervall Fasten

Und nächste Woche im Teil II geht es um das klassische Fasten über mehrere Tage – ein anderer Ansatz, der für mich aber von Zeit zu Zeit auch Wunder wirkt.

Dir könnte auch gefallen

1 Kommentar

  1. Hallo Anne,
    ein toller Blog und viele sympathische Bilder von Dir.

    Seit 7 Wochen mache ich jetzt Intervallfasten in der Form 5:2.
    Auch bei mir funktioniert es wunderbar!!!
    Für mich ist das allerdings keine Diät, sondern eine Umstellung der Ernährungsweise, weil für mich die gesundheitlichen Vorteile stärker
    wiegen als die möglich Gewichtsabnahme.
    Meine Ergebnisse seit dem Start vor 7 Wochen sehen so aus:
    • Bauchumfang -5,0 cm
    • Gewicht -6,1 kg
    • BMI -1,7
    • Körperfett -4,2 kg .
    Das Beste und Schönste ist allerdings für mich, dass meine chronischen Gelenkschmerzen fast vollständig verschwunden sind! Sie kommen nur noch manchmal schwach und für kurze Zeit wieder.
    Wenn Du mehr über meine Erfahrungen, lesen möchtest, bist Du herzlich eingeladen meinen Blog zu besuchen:

    https://5zu2.wordpress.com/

    Gruß,
    Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.